Organisatorisches Netzwerk

Wir schlagen eine Art Dachorganisation vor, in der sich die Gruppen und Nachbarschaften abstimmen und unterstützen können, um die Bucht als einen gemeinsamen Ort voranzubringen. Essentiell wäre dafür die konstruktive Unterstützung der öffentlichen Hand.

In der Ufergesellschaft treffen sich die verschiedenen Gruppen und stimmen Finanzen, Konflikte, Projekte und Termine ab. Es gibt eine bezahlte Stelle als Projektkoordinator*in, die neben interner Koordination auch zentrale Schnittstelle zwischen Ufergesellschaft und der öffentlichen Hand sein könnte.

Die Ufergesellschaft kann als Modell von public ownership mit civic stewardship verstanden werden: das Areal bleibt in öffentlichem Eigentum, während Nutzung, Pflege und Weiterentwicklung durch eine organisierte zivilgesellschaftliche Trägerschaft koordiniert werden. Entscheidungen werden lokal verhandelt und getragen, die öffentliche Hand stellt den langfristigen Rahmen und die Zugänglichkeit sicher.

Besonders die Überschneidung der verschiedenen Formen des Engagements steht im Vordergrund. Weil sich die räumlichen, sozialen und ökologischen Themen vor Ort so sehr treffen, sollte man diese auch gemeinsam angehen und konsens-orientierte Lösungen dafür diskutieren.

Weiterhin würde die Sichtbarkeit und Interesse an den Aktivitäten steigen. Gemeinsam schafft man immer mehr.

Nur langfristig können solche Projekte Wirkung zeigen. Deswegen müsste hier auch langfristige Unterstützung zugesagt werden. Neben Fragen der Genehmigung, Versicherung und Pachtverträgen, müssten klare Kontaktpersonen benannt sein – sogenannte Bürokratielotsen. Denn die Ufergesellschaft ist für die Menschen vor Ort auch zusätzliche und oftmals unentgeltliche Arbeit, die nur dann möglich wird, wenn sie an anderer Stelle entlastet werden.

Das behördliche Ping Pong ist an der Bucht besonders vielseitig. Ufer ist Bezirkssache, die Spree ist Bundessache, die Wassernutzung ist Landessache. Mehrfach wurde uns bestätigt, dass neue Verbote vermutlich nichts bringen würden. Es fehlt schlichtweg an Übersicht und Ressourcen zur Umsetzung. Es bleibt nur die lokale und kollaborative Praxis.

Räumliches Netzwerk

Neben mehr Abstimmung braucht es auch Räume. Denn es fehlt Infrastruktur und Adresse für das lokale Engagement. Ebenso fehlt es an Sichtbarkeit für die prägenden Themen vor Ort.

In der Uferarchitektur werden bedienende Strukturen für lokale Bedürfnisse kombiniert mit offeneren Räumen, die zur Vermittlung und Diskussion der strukturellen Faktoren einladen sollen.

All diese Orte haben wir mit verschiedenen Paten-Gruppen besprochen, Akteuren der Ufergesellschaft. Diese Paten könnten sich vorstellen, einen der fünf Orte mit Leben zu füllen.

Schuten sind unmotorisierte Lastkähne, die zum Gütertransport benutzt werden. Der Rückgang der Spree als Handelsweg bringt viele Schuten in den Ruhestand – obwohl strukturell oft völlig intakt. Damit wollen wir weiterbauen, denn die Schute gehört zur Bucht.

Alle fünf Räume funktionieren nach den selben Prinzipien (siehe Bild). So entsteht eine Architektur zwischen Land und Wasser, die ohne Gründung im Wasser auskommt und keine weiteren Flächen versiegelt.

Punkt klicken, um zur Stelle zu gelangen.

Jugendliche müssen handeln, Verantwortung übernehmen. Dafür braucht es dringend Räume.

Umweltbewusstsein stärken durch Anpacken – als sozialer Treffpunkt.

Berlins Wasser wird umstritten. Wie damit lokal umgehen? Es braucht mehr Aufmerksamkeit.

Wasser ist für alle da. Ein Ort, um alternative Kultur- und Wohnformen auf dem Wasser zu stärken.

Sich freimachen und im selben Wasser schwimmen. Ein einfacher wie wirkungsvoller Ansatz.

Modellfoto Badestelle | Maßstab 1:50