Zentrale

Urbane Wasserkreisläufe zu thematisieren wird zunehmend unausweichlich. Doch in Berlin gibt es keinen Ort, diese Diskussionen am lokalen Maßstab zu führen. Die Zentrale füllt diese Lücke als öffentlicher Informations- und Veranstaltungsort. Strukturelle Fragen sollen hier anschaulich verhandelt werden. Was bedeutet die Bergbaufolge im Osten Deutschlands? Kann die Spree Rechte haben? Wie können wir mit der knappen Ressource Wasser in der Stadt umgehen?

Am Paul und Paula Ufer sind viele Menschen unterwegs. Hier treffen sich Pendler*innen und Spaziergänger*innen, huschen schnelle Räder an einem vorbei. Ein weiter Blick über die Bucht lässt gleichzeitig innehalten, durchatmen. Im Rücken dieses Blickes entsteht ein großes Aquarium und Hotel „Ocean Berlin“ – ein Ort, der Wasser global und kommerziell vermitteln wird. Der Fremdenverkehr wird sich erhöhen, könnte man diese Chance nutzen?



Die Initiative „Rechte der Spree“ setzt sich für eine rechtliche Anerkennung der Spree als eigenständiges Subjekt ein und entwickelt hierfür konkrete Vorschläge. Die Spree soll Schutzrechte erhalten, um die Interessen des Flusses zukünftig in Planungsprozessen und räumlichen Fragen zu festigen. Hierdurch könnte die Spree langfristig als Ökosystem gestärkt werden.
Im Herzen der Zentrale ist ein vertiefter Raum, der zur Ausstellung großer Objekte oder für Veranstaltungen und Diskussionen genutzt werden kann. Im umlaufenden Gang entsteht eine informative und wechselnde Ausstellung. Neben öffentlichen WCs befindet sich im vorderen Bereich eine Osmose Installation, die Wasser aus der Bucht trinkbar macht für einen Tee oder Café. Eine vorliegende Plattform macht das Wasser erfassbar und erlaubt eine andere Perspektive auf die Bucht.
ZEichnungen



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