Nicht ganz geklärt ist die Atmosphäre an der Spitze der Halbinsel Alt-Stralau. Busse machen grummelnd Pause im Wendehammer. Spaziergänger*innen folgen dem Uferweg, bis sie plötzlich auf der Tunnelstraße stehen. Gleichzeitig kommt hier alles Buchtige in einem Park zusammen: Anlegestellen der Berufsschifffahrt, Nachbarn vom Land und vom Wasser, viele Ausflügler. Auf den Parkbänken ist Platz für Gemütlichkeit, wichtige Gespräche und weite Blicke über die Spree zum Plänterwald. Doch wo kann man die Füße ins Wasser halten?

Das Projekt „Blaues Wunder Berlin“ setzt sich für neue Badestellen an der Spree ein und entwickelt derzeit geeignete Standorte. Einer dieser Potentialorte ist die Spitze Alt-Stralaus. Hier könnte eine betrieblich organisierte Badestelle mit einfachen Strukturen und niedrigschwelligem Zugang entstehen. Durch die Einbindung in das Netzwerk der „Blaues Wunder“-Badestellen wäre der Ort Teil einer langfristig angelegten Initiative für öffentlich zugängliche Badeorte in der Stadt.

Die vorgeschlagene Architektur integriert eine solche Badestelle in das System der Uferarchitektur. Die Räume bleiben unbeheizt und konzentrieren sich auf die warme Jahreszeit.
Wenn man die Schute am Kassenhäuschen vorbei betritt, öffnet sich eine Terrasse über die Länge der Schute. Regale bieten Ablageflächen, am Kiosk gibt es Getränke und zu einer Badestelle, zum Kurzurlaub gehören Freibad-Pommes. Über eine breite Sitztreppe gelangt man auf eine vorgelagerte Schwimmplattform. Zum Sonnenbad, ins erfrischende Wasser. Umkleiden und Toiletten liegen uferseitig und halten den Trubel von der Terrasse fern. Am Heck der Schute wird geduscht, der Bugbereich bietet ein bisschen Abseits.



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