Uferwerkstatt

Die Uferwerkstatt eröffnet einen Ort, an dem das kollektive Kümmern um die lokale Flora und Fauna als sozialer Anker des langfristigen Naturschutzes verstanden wird. Umweltpädagogische Ansätze kreuzen Projekte der Sozialarbeit. Durch dieses gemeinsame Kümmern an einem sichtbaren Ort entsteht ein Treffpunkt am Ufer – matschige Hände können alle haben.

Auf der Rummelsburger Seite liegt das größte naturnahe Uferbiotop Berlins, um das sich jetzt schon eine NABU Arbeitsgruppe liebevoll kümmert. Am sogenannten „0h-Anleger“ wird dieses Biotop durch eine Liegewiese mit einer Sitztreppe am Wasser geteilt. Daran sind viele Beiboote festgemacht. Oftmals sind die starren Bänke aus Beton belegt, oftmals stehen Bierflaschen herum. Man spürt, wie sich die soziale Schere zwischen Millionen-Häusern und rostigen Booten unmoderiert weitet.



Die Stiftung SPI ist bereits vor Ort aktiv und etabliert derzeit in Zusammenarbeit mit der Spree:publik Angebote der Sozialarbeit an der Bucht. Dabei sollen Konflikte moderiert werden, um den Zugang zum Ufer und Wasser für unterschiedliche Gruppen zu verbessern. Hierbei steht der direkte Kontakt mit den prekär lebenden Bootsbewohnern im Vordergrund. Solidarische Unterstützung ist nötig.
Im Mittelpunkt der Uferwerkstatt steht das großzügige Deck mit einer rückseitigen Funktionswand. Ist diese geöffnet, entsteht eine offene Werkfläche an Bord. Auf dem Dach des nutzungsoffenen Warmraums für soziale Angebote und Workshops entsteht ein Aussichtspunkt auf das Biotop. Die vorliegende Schwimmplattform schafft eine Kurzzeit Anlegestelle und zeigt in abgetreppten Hochbeeten Wasserpflanzen ganz nah.
ZEichnungen



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