Jüngst hat die Landschaftsarchitektin Prof. Antje Stokman diese Schnittstelle zwischen Wasser und Stadt, Mensch und Natur als urbane Aue in den Fokus der Diskussion gerückt (Arch+ 263). Nicht eine Dichotomie von Natur oder Mensch, sondern hybride Systeme könnten das Ufer zu dem Ort machen, wo ökologische Prozesse und menschliche Nutzung zusammenfinden. In einer Stadt lässt sich nicht das eine vom anderen getrennt diskutieren.

Zielkonflikte in der Nutzung des Ufers stellen uns dabei natürlich vor konkrete Herausforderungen. Wo viel gebadet wird, leidet die Ufervegetation. Wo viele Vögel brüten sollen, können wohl keine Kayaks fahren. Doch das eine gegen das andere auszuspielen, missachtet den Fakt, dass Wasser eben Gemeingut ist und bleibt. Zugang zum Wasser sollte folglich nicht privat oder kommerziell organisiert sein.

Für unsere Masterarbeit „Re:boot“ ist das Ufer der räumliche rote Faden und Ambition, zu neuen Ufern aufzubrechen. Die Idee des städtischen Ufers als Schnittstelle zwischen Land und Wasser prägt den Entwurf konzeptionell und räumlich. Der ganze Entwurf, dieser Ort kann nur im Zwischenraum diskutiert werden.


Das Ufer der Rummelsburger Bucht wurde für diesen Atlas in 24 charakteristische Abschnitte unterteilt.

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